Kontaktmöglichkeiten

Psychotherapie in der Privaten Krankenversicherung? Nicht so einfach, wie man glaubt.

14.04.2024

Um was geht es?

Die private Krankenversicherung (PKV) bietet viele Vorteile, aber auch einige Fallstricke. Besonders wenn es um die Kostenübernahme für Psychotherapie geht, gibt es einiges zu beachten. In diesem Artikel erfahren Sie, was Psychotherapie genau ist und welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Formen und den Tarifen der PKVs gibt.

Das Wichtigste auf einen Blick

Psychotherapie ist eine Behandlungsform, die psychische Störungen therapieren soll. Es gibt ambulante und stationäre Psychotherapien. Die ambulante Psychotherapie findet in der Praxis eines Therapeuten statt, während die stationäre Therapie in einer Klinik erfolgt. Auch zwischen ärztlichen und psychologischen Psychotherapieansätzen gibt es Unterschiede: bei ersterem führen Ärzte die Therapie durch, bei letzterem Psychologen. Darüber hinaus gibt es das Delegationsverfahren, bei dem Ärzte bestimmte Therapieleistungen an Psychologen delegieren.

Bezüglich der private Krankenversicherung variiert die Übernahme der Kosten für Psychotherapie je nach Tarif gravierend. Nicht alle Tarife schließen die Therapiekosten ein oder bieten nur eine beschränkte Anzahl an Sitzungen an. Es ist daher essentiell, die Tarifbedingungen genau zu prüfen, um spätere Überraschungen zu vermeiden.

Verständnis von Psychotherapie

Psychotherapie ist eine Behandlungsmethode, die dazu dient, psychische Störungen zu behandeln, Stress zu bewältigen oder Lebensprobleme zu lösen.

Es gibt verschiedene Arten der Psychotherapie, wobei jede auf unterschiedliche Weisen wirkt und für verschiedene Problemstellungen geeignet ist. Nicht für jede Art der Therapie ist die Kostenübernahme durch die PKV selbstverständlich.

Ambulante versus stationäre Psychotherapie

Ambulante Psychotherapie findet in der Regel in der Praxis eines Therapeuten statt. Der Patient besucht seinen Therapeuten entsprechend der vereinbarten Sitzungen. Stationäre Psychotherapie findet hingegen in einem Krankenhaus oder einer spezialisierten Klinik statt. Meist ist sie bei schwereren psychischen Störungen erforderlich.

Unterschiede zwischen ärztlicher und psychologischer Psychotherapie

Der Hauptunterschied liegt in der Ausbildung des Therapeuten. Ärztliche Psychotherapeuten sind Mediziner, die eine Zusatzausbildung in Psychotherapie absolviert haben. Psychologische Psychotherapeuten sind hingegen Psychologen mit einer weiterführenden therapeutischen Ausbildung.

Psychotherapie im Delegationsverfahren

In diesem Modell delegiert ein Arzt bestimmte psychotherapeutische Tätigkeiten an einen Psychologen. Dies ist besonders in Regionen mit einem Mangel an ärztlichen Psychotherapeuten eine wichtige Lösung.

  • Es gibt unterschiedliche Formen von Psychotherapie: ambulant und stationär.
  • Psychotherapie wird von verschiedenen Berufsgruppen ausgeführt: Ärzte und Psychologen.
  • Das Delegationsverfahren hilft Ressourcen effizient zu nutzen.

Welche Unterschiede bei der Kostenübernahme kennt die Private Krankenversicherung?

In der privaten Krankenversicherung ist die komplette Übernahme von Kosten für Psychotherapie nicht immer selbstverständlich. Die konkreten Leistungen können stark zwischen den verschiedenen Tarifen variieren.

Manche Tarife begrenzen die Anzahl der Sitzungen pro Jahr, andere übernehmen nicht 100% der Kosten. Auch gibt es Tarife, die nur eine Erstattung für die Behandlungen durch medizinische Psychologen vorsehen oder aber die Kostenübernahme für eine Therapie nur dann vorsehen, wenn die Gesellschaft vor Antritt der Behandlung eine Kostenübernahme zugesagt hat.

Ist in der privaten Krankenversicherung Psychotherapie selbstverständlich?

Nicht unbedingt. Viele Tarife decken Psychotherapie ab, doch der Umfang kann variieren. Einige Tarife begrenzen die Anzahl der Sitzungen oder decken nur bestimmte Formen der Psychotherapie.Das Delegationsverfahren ist in manchen Tarifbedingungen nicht vorgesehen.

 Welche Unterschiede gibt es in den Tarifbedingungen?

Die Unterschiede in den Tarifen sind in Bezug auf Psychotherapie erheblich. Während einige Tarife umfassende Leistungen bieten, begrenzen andere die Erstattungen stark oder schließen bestimmte Therapieformen ganz aus.

  • Die Deckung der Psychotherapiekosten durch die PKV variiert.
  • Manche Tarife haben Limits bei der Anzahl der Therapiesitzungen.
  • Es lohnt sich, die Tarifbedingungen genau zu vergleichen.

Private Krankenversicherung ist nicht gleich Private Krankenversicherung

Auch bei dem Thema "Psychotherapie" unterscheiden sich die Tarifbedingungen in der PKV erheblich. Wenn Sie sich nicht selbst aufwändig durch das Thema arbeiten wollen, dann stehen wir Ihnen auch im Raum Wachtberg und dem Großraum Köln / Bonn gerne kurzfristig für einen Vergleich für Private Krankenversicherung zur Verfügung. 

Mit unserer Software stellen wir Tarifbedingungen ausführlich und leicht verständlich gegenüber. So wissen Sie von Anfang an, welche Leistungen Ihre PKV tatsächlich abdeckt - und welche nicht.

Wir freuen uns auf Ihre Ihre Nachricht.

Sie möchten mehr über die Private Krankenversicherung erfahren?

  • unabhängig
  • kostenfrei
  • umfassend

Neuigkeiten rund um die Private Krankenversicherung (PKV)

    DKV muss Beiträge erstatten: Urteil bestätigt Rückzahlungen

    https://www.anwalt.de berichtet: Die DKV Deutsche Krankenversicherung muss einer Versicherungsnehmerin überzahlte Beiträge zu ihrer privaten Krankenversicherung erstatten. Dies wurde durch das Landgericht Karlsruhe mit Urteil vom 22. April 2024 bestätigt (Az.: 21 O 249/22). Private Krankenversicher weiter

    Warum private Krankenzusatzversicherungen gefragt sind

    https://www.versicherungsbote.de berichtet: Die Nachfrage nach privaten Krankenzusatzversicherungen in Deutschland steigt kontinuierlich. Dies spiegelt die Lückenhaftigkeit des Schutzes der gesetzlichen Krankenkassen wider. Der Hauptgrund für den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung ist die Ab weiter

    Prävention in der GKV: KNAPPSCHAFT fördert Gesundheit

    https://medecon.ruhr berichtet: Der Artikel 'Gesund bleiben – #GKVTag für Prävention' betont die Bedeutung der Prävention in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Hier sind die Hauptpunkte: - **Prävention als Kernaufgabe der GKV**: Die Gesundheitsförderung soll die gesundheitlichen Ressourcen weiter

Das könnte Sie auch interessieren:

    Betriebliche Krankenversicherung - so profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer

    Von der Einrichtung einer betrieblichen Krankenversicherung (bKV) können Arbeitgeber und Arbeitnehme profitieren. Wir zeigen Ihnen, wie. Vorteile für Arbeitnehmer Verbesserter Gesundheitsschutz: Arbeitnehmer erhalten Zugang zu Leistungen, die normalerweise nur Privatpatienten vorbehalten sind [1 weiter

    Pferde-OP-Versicherung: Ihr kurzer Leitfaden zum Schutz Ihrer Lieblinge

    Als Pferdebesitzer wissen Sie, dass die Gesundheit und Sicherheit Ihres Pferdes oberste Priorität haben. Krankheiten und Unfälle können unvorhersehbare und exorbitante Tierarztkosten verursachen. Hier hilft die Pferde-OP-Versicherung, die finanzielle Belastung drastisch zu reduzieren und sicherzuste weiter

    Betriebliche Krankenversicherung – Ein Schlüssel zu Gesundheit und Mitarbeiterbindung

    Was bringt eine betriebliche Krankenversicherung? Einleitung Eine betriebliche Krankenversicherung (bKV) wird immer wichtiger. Warum das so ist, ergibt sich aus ihren zahlreichen Vorteilen. Aber wie genau profitieren Arbeitnehmer und Arbeitgeber davon? Vorteile für Arbeitnehmer Finanzielle Entla weiter

Sie haben Fragen rund um die Private Krankenversicherung?

Als Ihr Versicherungsmakler beraten wir Sie gerne persönlich im Raum Wachtberg, Rheinbach, Bornheim, im Großraum Köln, Bonn, Düsseldorf oder bequem online auch bundesweit.

jetzt informieren

Sie haben Fragen? Wir haben Antworten

Hier sammeln wir die Fragen, denen wir am häufigsten begegnen und geben auch die passenden Antworten.

Ihre Frage ist nicht dabei? Einfach anrufen. Wir finden eine Lösung.

Die private Krankenversicherung (PKV) ist eine Form der Krankenversicherung, die in Deutschland neben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) existiert. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, die für alle obligatorisch ist, können sich Personen mit einem bestimmten Einkommen oder Berufsgruppen, wie Selbstständige oder Beamte, für die private Krankenversicherung entscheiden. Die PKV bietet individuell gestaltbare Versicherungspakete, die je nach Bedarf des Versicherungsnehmers verschiedene Leistungen abdecken können. Dazu gehören unter anderem ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, sowie Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlungen und Einzelzimmer im Krankenhaus. Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung richten sich nach dem Alter, Gesundheitszustand und den gewählten Leistungen des Versicherten. Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung, wo die Beiträge einkommensabhängig sind, werden die Beiträge in der PKV individuell vereinbart und können daher variieren. Es ist wichtig zu beachten, dass die private Krankenversicherung nicht für jeden zugänglich ist. Die Aufnahme in die PKV ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden, wie beispielsweise ein bestimmtes Mindesteinkommen oder ein bestimmter Berufsstatus.

Eine gern gestellte Frage, auf die es keine pauschale Antwort gibt. Die Kosten hängen von vielen individuellen Faktoren ab, wie z.B. das Alter, der Gesundheitszustand, der gewählte Tarif und die gewünschten Leistungen des Versicherten.

welche private Krankenversicherung die beste ist, ist subjektiv und hängt von den individuellen Bedürfnissen und Prioritäten des Versicherungsnehmers ab. Es gibt verschiedene private Krankenversicherungen, die unterschiedliche Tarife und Leistungen anbieten, sodass die "beste" Krankenversicherung für eine Person von ihren spezifischen Anforderungen abhängt. Einige Kriterien, die bei der Bewertung einer privaten Krankenversicherung berücksichtigt werden können, sind:
  • Deckungsumfang: Welche Leistungen sind im Versicherungsschutz enthalten, wie ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, etc.?
  • Beitragshöhe: Wie hoch sind die monatlichen Beiträge für den gewählten Tarif?
  • Service und Kundenzufriedenheit: Wie ist der Ruf des Versicherungsunternehmens in Bezug auf Kundenservice, Erstattung von Kosten und Abwicklung von Leistungsanträgen?
  • Flexibilität: Bietet die Versicherung die Möglichkeit, den Tarif und die Leistungen flexibel anzupassen, wenn sich die Bedürfnisse ändern?
  • Zusatzleistungen: Gibt es optionale Zusatzleistungen oder Extra-Services, die für den Versicherungsnehmer von Interesse sein könnten?

Es gibt bestimmte Situationen, in denen ein Wechsel in die private Krankenversicherung möglicherweise nicht empfehlenswert ist. Hier sind einige Fälle, in denen man es sich gut überlegen sollte:
  • Finanzielle Stabilität: Private Krankenversicherungen können im Vergleich zu gesetzlichen Krankenversicherungen teurer sein, insbesondere für ältere Personen oder Personen mit Vorerkrankungen. Wenn die monatlichen Beiträge zu einer finanziellen Belastung werden könnten, ist ein Wechsel möglicherweise nicht ratsam.
  • Unsicherheit über Einkommen: Für den Wechsel in die private Krankenversicherung ist ein bestimmtes Mindesteinkommen ratsam. Wer nicht sicher ist, ob sein Einkommen langfristig auf einem ausreichend hohen Niveau bleibt, um die Beiträge zu bezahlen, sollte vorsichtig sein.
  • Familienplanung: Wenn man plant, Kinder zu bekommen, sollte man bedenken, dass die gesetzliche Krankenversicherung oft bessere Leistungen für Schwangerschaft und Geburt bietet. Zudem sind Kinder in der gesetzlichen Familienversicherung beitragsfrei mitversichert.
  • Gesundheitszustand: Personen mit Vorerkrankungen oder einem höheren Risiko für bestimmte Krankheiten können Schwierigkeiten haben, eine bezahlbare private Krankenversicherung zu finden. In solchen Fällen kann es sinnvoller sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.
  • Berufliche Veränderungen: Wer eine berufliche Selbstständigkeit plant oder eine Tätigkeit im Ausland aufnimmt, sollte die Auswirkungen auf die Krankenversicherung sorgfältig prüfen. In manchen Fällen kann es vorteilhafter sein, in der gesetzlichen Krankenversicherung zu bleiben.

So lange die Scheidung nicht rechtskräftig ist und die Eheleute nur getrennt leben, ändert sich formal am Status nichts. Wir empfehlen bei rechtlichen Problemstellungen grundsätzlich eine Auskunft, durch eine entsprechend qualifizierte Beratungsstelle einzuholen.

Bei der Auswahl einer privaten Krankenversicherung gibt es mehrere wichtige Punkte zu beachten. Hier sind einige wichtige Aspekte:
  • Deckungsumfang: Überprüfe sorgfältig, welche Leistungen im Versicherungsschutz enthalten sind. Dazu gehören ambulante und stationäre Behandlungen, Zahnbehandlungen, Vorsorgeuntersuchungen, Medikamente, alternative Heilmethoden usw.
  • Selbstbeteiligung: Prüfe, ob die Versicherung eine Selbstbeteiligung vorsieht und wie hoch diese ist. Eine höhere Selbstbeteiligung kann zu niedrigeren Beiträgen führen, aber auch zu höheren Kosten im Krankheitsfall.
  • Wartezeiten: Achte darauf, ob und welche Wartezeiten für bestimmte Leistungen gelten. Einige Versicherungen haben Wartezeiten für bestimmte Behandlungen oder Vorerkrankungen.
  • Service und Kundenzufriedenheit: Informiere Dich über den Ruf des Versicherungsunternehmens in Bezug auf Kundenservice, Erstattung von Kosten und Abwicklung von Leistungsanträgen. Bewertungen und Erfahrungen anderer Versicherungsnehmer können dabei hilfreich sein.
  • Flexibilität: Prüfe, ob die Versicherung die Möglichkeit bietet, den Tarif und die Leistungen flexibel anzupassen, wenn sich Deine Bedürfnisse ändern.
  • Zusatzleistungen: Überlege, ob Dir optionale Zusatzleistungen wie Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer im Krankenhaus oder alternative Heilmethoden wichtig sind und ob diese von der Versicherung angeboten werden.
  • Finanzielle Stabilität: Achte auf die finanzielle Stabilität des Versicherungsunternehmens, um sicherzustellen, dass es langfristig in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu erfüllen.

Ja, Beiträge zur privaten Krankenversicherung können unter bestimmten Bedingungen in der Steuererklärung abgesetzt werden. Hier sind die wichtigsten Punkte dazu:
  • Voraussetzungen: Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung in Höhe der Basisabsicherung können als Sonderausgaben steuermindernd geltend gemacht werden. Dazu müssen sie die Höchstbeträge für Sonderausgaben überschreiten.
  • Höchstbeträge: Die Höchstbeträge für Sonderausgaben sind gestaffelt und richten sich nach dem Familienstand sowie der Art der Krankenversicherung. Für Selbstständige und Beamte gelten dabei andere Regelungen als für Arbeitnehmer.
  • Selbstständige und Beamte: Selbstständige und Beamte können in der Regel ihre gesamten Beiträge zur privaten Krankenversicherung als Sonderausgaben geltend machen, da sie keine Arbeitnehmeranteile zur gesetzlichen Krankenversicherung haben.
  • Arbeitnehmer: Arbeitnehmer können nur den Teil ihrer Beiträge zur privaten Krankenversicherung absetzen, der die Arbeitgeberzuschüsse übersteigt. Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung ist steuer- und sozialversicherungsfrei.
  • Vorsorgeaufwendungen: Neben den Beiträgen zur privaten Krankenversicherung können auch andere Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben abgesetzt werden. Beachte jedoch bitte die jeweiligen Höchstbeiträge.
Zu steuerlichen Themen empfehlen wir grundsätzlich die Hilfestellung durch einen Steuerberater oder einem Angehörigen der steuerberatenden Berufe.
Lieber persönlich betreut als online selbst verunsichert? Einfach anrufen: +49 228 / 22 74 110