Rücklagen der gesetzlichen Pflegeversicherung um mehr als die Hälfte gesunken

Wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage aus dem Bundestag mitteilt, ist der Wert der Reserven der gesetzlichen Pflegeversicherung von Ende 2017 bis Ende 2018 um 3,5 Mrd. Euro gesunken.

Lag die Rücklage Ende 2017 noch bei 6,9 Mrd Euro, weist sie Ende 2018 nur noch einen Wert von etwa 3,37 Mrd Euro aus.

Diese Rücklage entspricht dem Gegenwert etwa einer Monatsausgabe.

Seit Januar 2019 ist der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte höher. Man rechnet mit Mehreinnahmen von 7,6 Mrd Euro pro Jahr.

Unterstellt, die Zahl der Beitragszahler bliebe gleich und die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung unterlägen keiner Teuerung, ergäbe sich mit den Mehreinnahmen eine Erhöhung der Rücklagen auf den Gegenwert von etwa drei Monatsausgaben.

Ob man angesichts dieser Zahlen von einer soliden Finanzierung der gesetzlichen Pflegeversicherung sprechen kann, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Angesichts dessen, dass die Zahl der Leistungsempfänger aus der gesetzlichen Pflegeversicherung mit einer alternden Gesellschaft denknotwendigerweise steigen wird und eine aktuell gute Konjunkturlage durch viele Beitragszahler bei gleichzeitig niedriger Teuerungsrate zu oben beschriebenen Ergebnis geführt hat, halten wir die Situation der gesetzlichen Pflegeversicherung zumindest für bedenklich und raten daher unseren Kunden zum Abschluss einer privaten Pflegeversicherung.

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