KFZ – Besonderheiten für Fahranfänger

Begleitetes Fahren:

Seit Januar 2008 darf man bereits mit 17 Jahren eine Fahrerlaubnis („Führerschein“) erwerben und in Begleitung eines erwachsenen Autofahrers einen PKW im Straßenverkehr fahren. Dies muss der KFZ -Versicherung allerdings zuvor angezeigt werden und je nach Anbieter kann hierfür ein Mehrbeitrag verlangt werden, der zumeist moderat ausfällt.

Es wäre zu überlegen, sofern nicht bereits vorhanden, für die Zeit des begleiteten Fahrens dann eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Das Unfallrisiko ist gerade zu Beginn der Fahrpraxis erheblich höher. Das Begleitete Fahren mit 17 wird bei vielen Versicherern später mit entsprechenden Nachlässen belohnt, da das Unfallrisiko durch die Fahrpraxis unter Aufsicht erheblich reduziert wird.

Fahranfänger ohne eigenes Fahrzeug:

Junge Führerscheinabsolventen haben zumeist noch kein eigenes Auto und fahren oft die Fahrzeuge der Eltern mit. Bisher müssen Eltern dem Versicherer mitteilen, wenn ein Kind der jüngste Fahrer ihres Autos ist. Die Kinder werden dann als Fahrer im Kfz-Vertrag hinterlegt. Dies führt in den meisten Fällen zu empfindlichen Beitragserhöhungen.

Wir achten darauf, dass wir von vornhinein solche Konstellationen bei der Auswahl der KFZ-Versicherung berücksichtigen und Anbieter wählen, die junge Fahrer in ihren Vertrag als Zusatzfahrer einschließen können und das Kind gegen einen milden Mehrbeitrag dann alle Fahrzeuge der Familie fahren darf.

Der junge Zusatzfahrer darf dann nicht nur den einen Pkw fahren, sondern auch weitere versicherte Fahrzeuge – sei es das Auto der Oma, des Bruders oder betriebliche Fahrzeuge.

Führerscheinabsolventen mit dem ersten eigenen Fahrzeug:

Wenn die Eltern oder ein  in häuslicher Gemeinschaft lebende Partner bereits ein Fahrzeug zugelassen haben, so besteht die Möglichkeit über eine Sonderregelung statt mit SF 0 bereits mit SF 1 oder SF 2 (je nach Anbieter) eingestuft zu werden und dadurch einen gemäßigten Beitrag zu erreichen. SF Klassen, die seitens der Familie zur Verfügung gestellt würden (z.B. von den Großeltern) können nicht verwandt werden, da ein Fahrer nur so viele SF Jahre angerechnet bekommen kann, wie tatsächlich eine Fahrerlaubnis besteht.  Die Versicherer lassen sich hierzu dann auch eine Kopie vom Führerschein vorlegen.

Alternativ ist es oftmals die beste Variante, dass ein Elternteil sich als Versicherungsnehmer zur Verfügung stellt und der junge Fahrer entweder nur der berechtigte Fahrer oder ggf. on top Halter des Fahrzeugs wird. Hierbei können dann SF Klassen übertragen oder bessere Sondereinstufungen vorgenommen werden.

Sie möchten wissen, auf was es bei einer Haftpflichtversicherung wirklich ankommt: Wir beraten Sie gerne.